Der GTX Limited 350 ist das Touring-Flaggschiff von Sea-Doo. Wer ihn kauft, will entspannt weite Strecken fahren, mit Beifahrer, Musik und allem Komfort. Trotzdem fragen gerade GTX-Fahrer nach der werkseitigen GPS-Begrenzung. Hier liest du, warum sie auch beim Touren auffällt, was beim Aufheben unberührt bleibt und warum in so ein Boot kein Dauermodul gehört.
Was den GTX Limited 350 ausmacht
Seit Modelljahr 2027 sitzt im GTX Limited der Rotax 1630 ACE 350 mit 1.630 cm³, Kompressor, externem Ladeluftkühler und 350 PS. Er ersetzt den 325er. Neu sind Engine Auto-Start in der Ausstattungsliste und die Farbe Mineral Blue.
Der Rumpf ist der ST3 mit 345 cm Länge, 125 cm Breite und 114 cm Höhe. Trocken wiegt der GTX Limited 385 kg, die Zuladung liegt bei 273 kg, der Tank fasst 70 Liter, Platz ist für drei Personen. Die Ausstattung ist auf Komfort ausgelegt:
- Limited Package: zwei Pop-up-Klampen, Sitzfach-Organizer, Kniepolster, Abdeckplane, USB und eine exklusive Farbe
- iDF: Intelligent Debris-Free, damit spülst du die Pumpe per Knopfdruck frei
- BRP Audio Premium mit 2 x 50 Watt
- 10,25-Zoll-Touchdisplay mit Tiefenmesser
- Hydraulischer Lenkungsdämpfer und Direktzugriff auf das vordere Staufach
Übrigens: iDF ist beim 2027er GTX Limited weiter dabei. Das offizielle Datenblatt listet es, auch wenn manche Berichte etwas anderes behaupten.
Warum Tourenfahrer die Begrenzung trotzdem merken
Ein Tourer fährt selten am Limit. Aber er fährt lange Strecken. Wer zwischen zwei Buchten, über einen See oder entlang der Küste unterwegs ist, hält über weite Abschnitte ein gleichmäßiges, zügiges Tempo. Genau dort zieht die Werksbegrenzung eine feste Linie, die das Steuergerät anhand des GPS-Signals setzt.
Auf einer Tagestour summiert sich das. Wer stundenlang unterwegs ist, fährt viele Kilometer genau an dieser Grenze entlang und merkt jedes Mal, dass der Ski mehr könnte.
Das hat nichts mit Rasen zu tun. Es geht darum, dass ein Ski mit 350 PS ab Werk nicht so laufen darf, wie er könnte, auch wenn das Wasser glatt und der Weg frei ist.
Was beim Aufheben unberührt bleibt
Der M-JET Speed Limit Remover hebt nur die werkseitige Vmax/GPS-Begrenzung auf. Er ist kein Tuning und ändert die Leistung nicht. Alles, wofür du den GTX Limited gekauft hast, bleibt, wie es ist:
- iDF spült die Pumpe weiter per Knopfdruck frei.
- Audio, Touchdisplay und Tiefenmesser arbeiten wie gewohnt.
- iTC-Gasannahme und iBR mit Bremse, Neutral und Rückwärts bleiben Serie.
- Das Limited Package bleibt unangetastet, es wird nichts gebohrt und nichts verlegt.
Ein ECU-Unlock ist nicht nötig. Das Steuergerät bleibt im Boot und muss nicht eingeschickt werden.
Keine Dauerverkabelung im Premium-Ski
Ein SCOM manipuliert das Geschwindigkeitssignal laufend und muss deshalb fest angeschlossen bleiben. In einem Luxus-Ski heißt das: ein fremdes Bauteil und zusätzliche Kabel im Rumpf, die du bei jeder Pflege mitkontrollieren musst. Welche Nachteile das im Alltag hat, haben wir in Nachteile eines dauerhaft verbauten SCOM zusammengefasst.
Der Speed Limit Remover kommt nur kurz an den Diagnosestecker. Du schaltest die Begrenzung in der M-JET SLI App ab und ziehst das Gerät wieder ab. Beim ersten Mal koppelt es sich mit der Fahrgestellnummer deines GTX. Danach kannst du die Begrenzung an diesem Boot so oft aufheben und wiederherstellen, wie du willst, zum Beispiel vor einem Verkauf.
Mehr Leistung ist ein eigener Schritt
Wer im GTX Limited mehr Durchzug will, etwa für voll beladene Touren, braucht ein Software-Tuning mit dem M-JET FLASHER. Beim 350er ist dafür einmalig ein ECU-Unlock des Bosch MG1CA920 nötig. Du schickst das Steuergerät an unseren Standort in Deutschland oder in Florida, oder du nimmst ein bereits freigeschaltetes Ersatz-Steuergerät. Dann schickst du nichts ein, der Flasher überträgt die Daten vom alten auf das neue Gerät.
Welche Setups es für den GTX Limited 350 gibt, siehst du in der App. Der Serienstand lässt sich jederzeit wiederherstellen. Wie das beim Vorgänger aussah, steht in GTX Limited 325 Tuning. Alle Wege im Überblick findest du auf der Seite Sea-Doo SCOM Alternative.
Häufige Fragen
Funktioniert iDF nach dem Aufheben der Begrenzung weiter?
Ja. Der Speed Limit Remover hebt nur die Geschwindigkeitsbegrenzung auf. iDF, Audio, Display und alle anderen Funktionen bleiben unverändert.
Bleibt etwas im Boot verbaut?
Nein. Das Gerät steckt nur zum Umschalten am Diagnosestecker. Danach ziehst du es ab, es bleibt kein Modul und kein Kabel zurück.
Gilt das auch für den RXT-X 350?
Ja, gleicher Rumpf, gleicher Motor. Worauf es beim sportlicheren Schwestermodell ankommt, steht in RXT-X 350: Begrenzung für lange Strecken aufheben.