Der JetBlaster (ab 2022, 1049 cm³, drei Zylinder, TR-1-Motor) kennt knapp 50 Fehlercodes. Die meisten wirst du nie sehen. Taucht doch eine Meldung auf, hilft es zu wissen, welcher Bereich dahintersteckt, denn davon hängt ab, wo du zuerst nachsiehst. Hier die Aufteilung, wie sie in der Diagnose-Datenbank der Steuergeräte steht. Die Nummern können je nach Steuergeräte-Generation und Quelle abweichen, maßgeblich ist die Beschreibung in der App.
Hitze
Das Steuergerät beobachtet die Motortemperatur (Code 15), die Wassertemperatur am Abgaskrümmer (Code 65) und die Ansauglufttemperatur (Code 23). Wenn bei TR-1-Modellen wie VX oder EX gepiept wird, steckt laut vielen Forenberichten meist ein Wasserweg-Problem dahinter. Das sind Fremdkörper im Einlassgitter, Kavitation der Pumpe oder eine zugesetzte Bohrung am Abgas. Der Sensor ist erst der zweite Verdacht. Ob es beim JetBlaster ebenso läuft, ist seltener beschrieben, die Logik dürfte aber dieselbe sein.
Luft und Gas
Gasgriff und Drosselklappe sind elektronisch verbunden. Jeder der beiden Sensoren liefert zwei Signale, in der App als APS1 und APS2 sowie TPS1 und TPS2 zu sehen. Laufen die beiden Signale eines Sensors sauber parallel, ist an dieser Stelle meist alles in Ordnung. Springt eines oder weicht es ab, spricht das eher für einen Kontakt oder Stecker als für einen Totalausfall. Die zugehörigen Codes liegen bei 112 bis 145 (Antrieb der Klappe), 124 bis 128 (TPS) und 131 bis 135 (APS). Der Ansaugdrucksensor (Code 29) ist ein eigener Fall: Bei Zündung an und Motor aus sollte er ungefähr den Luftdruck zeigen. Ein Code 17 für den Klopfsensor gehört dagegen nicht zu diesem Motor, den gibt es nur bei den 1,8- und 1,9-Liter-Modellen.
Zündung und Einspritzung
Der Impulsgeber (Code 13) und der Nockenwellensensor (Code 24) liefern dem Steuergerät die Stellung des Motors. Fehlt ein Signal, kann der Motor schlecht oder gar nicht starten. Bei Zylinderproblemen ohne Code hilft der Einzeltest: drei Zündspulen, drei Düsen und die Kraftstoffpumpe, zusammen sieben Komponenten. Der Pumpentest zeigt nur, dass sie läuft, nicht, ob sie genug fördert. Beim Kraftstoffsystem gilt: gut lüften und keine Zündquellen in der Nähe.
Spannung und Schalter
Code 19 steht für die Batteriespannung. Der Livewert ist oft die schnellste Antwort auf seltsame Mischfehler: In Ruhe sollten es etwa 12,5 V sein. Schau auf diesen Wert, bevor du Sensoren verdächtigst, und zwar auch während des Anlassens. Bei den Schaltern gibt es den Neigungsschalter (Code 47), der beim Kentern den Motor abstellt. Der Notstopp-Schalter am linken Lenker kann korrodieren und den Motor abstellen oder nicht abstellen. Bei der VX von 2021 ist das bekannt. Beide Schalter stehen in den Live-Daten, du kannst sie also betätigen und zusehen.
RiDE nur bei PRO und DLX
Laut Yamaha haben nur die Varianten PRO und DLX das RiDE-Schaltsystem. Nur dort gibt es die Codes des Rückwärtssystems (150 bis 154 und 157 bis 164) und das SCU-Initiallernen. Das brauchst du normalerweise nur nach dem Tausch eines Teils. Ohne RiDE zeigt die App diese Punkte gar nicht erst an, denn sie blendet aus, was das Fahrzeug nicht hat.
Wo du zuerst schaust
Erst die Spannung, dann den Speicher lesen und notieren, dann die Stecker am betroffenen Bauteil prüfen und reinigen. Teile tauschst du zuletzt. Alles rund um das Wasser (Pumpe, Einlass, Kühlkanäle) bleibt für die App unsichtbar. Das M-JET Diagnostic unterstützt den JetBlaster und zeigt dir die Werte, die für diese Reihenfolge nötig sind. Die Details zum Modell stehen auf der Seite zur JetBlaster-Diagnose, eine Übersicht der Meldungen in der Fehlercode-Liste für den JetBlaster.