Wer in den USA oder in Kanada einen Sea-Doo mit dem neuen Rotax 1630 ACE 350 fährt und mehr Topspeed sucht, stößt schnell auf den Begriff SCOM. Gemeint ist ein Speed Control Override Module, also ein Bauteil, das die werkseitige Geschwindigkeitsbegrenzung aushebelt. Hier erfährst du, was beim 350er anders ist als bei den älteren Modellen und wie du die Begrenzung mit dem M-JET Speed Limit Remover einmalig per App aufhebst.
Um diese 350er-Modelle geht es
Zum Modelljahr 2027 hat BRP den Rotax 1630 ACE 325 durch den 1630 ACE 350 ersetzt. Betroffen sind genau die Baureihen, für die in Nordamerika am häufigsten nach einem SCOM gesucht wird:
- Sea-Doo RXP-X 350 und die limitierte RXP-X Senna 350
- Sea-Doo RXT-X 350
- Sea-Doo GTX Limited 350
Alle vier haben denselben Dreizylinder mit Kompressor und Ladeluftkühler, 1.630 cm³ und 350 PS. Ab Werk begrenzt das Steuergerät die Höchstgeschwindigkeit anhand des GPS-Signals, so wie schon bei den 325ern der Jahre 2024 bis 2026.
Was ein klassisches SCOM macht
Ein klassisches SCOM sitzt zwischen GPS und Steuergerät und verändert das Geschwindigkeitssignal, solange es angeschlossen ist. Bei den Modellen mit 260 und 300 PS war das lange der übliche Weg. Der Haken: Das Modul bleibt dauerhaft im Boot, hängt an der Bordelektronik und fährt jede Tour mit. Was das im Alltag bedeutet, haben wir in diesem Beitrag zu den Nachteilen eines fest verbauten SCOM zusammengefasst.
Mit der 1630-ACE-Generation hat sich die Elektronik geändert. Aus der US-Szene wird berichtet, dass die alten Steckmodule schon beim 325er nicht mehr funktionieren und stattdessen das Steuergerät eingeschickt werden muss. Der 350er baut auf derselben Plattform auf.
Der Weg mit dem M-JET Speed Limit Remover
Der Speed Limit Remover ist kein Dauermodul. Du steckst ihn kurz an den Diagnosestecker deines Sea-Doo, hebst die Begrenzung über die M-JET SLI App auf und ziehst ihn danach wieder ab. Im Boot bleibt nichts zurück.
- Speed Limit Remover an den Diagnosestecker anschließen.
- M-JET SLI App öffnen und den Speed Limit Remover auswählen.
- Begrenzung aufheben oder wiederherstellen.
- Gerät abziehen, fertig.
Wichtig für alle, die schon über Tuning nachgedacht haben: Der Speed Limit Remover ist kein Tuning. Es gibt keine Stage und keine Leistungsänderung, deshalb brauchst du auch keinen ECU-Unlock. Das Steuergerät bleibt im Boot und muss nirgendwohin geschickt werden.
Einmal gekoppelt, jederzeit umschaltbar
Beim ersten Einsatz koppelt sich der Speed Limit Remover mit deinem Fahrzeug. An diesem Sea-Doo kannst du die Begrenzung danach so oft aufheben und wiederherstellen, wie du möchtest, zum Beispiel vor einem Verkauf oder vor einem Werkstatttermin. Für ein zweites Fahrzeug brauchst du ein eigenes Gerät.
Auch für ältere Modelle aus USA und Kanada
Der Speed Limit Remover passt nicht nur zum 350er. Er funktioniert auch bei den 325ern von 2024 bis 2026 (RXP-X, RXT-X, GTX Limited) und bei den nordamerikanischen Modellen mit 260 und 300 PS von 2011 bis 2023. Alle Baujahre findest du in unserer Übersicht für USA und Kanada. Wie sich der Speed Limit Remover im Detail von einem SCOM unterscheidet, liest du in SCOM oder Speed Limit Remover beim Sea-Doo 350.
Mehr Leistung ist ein eigenes Thema
Der Speed Limit Remover hebt nur die Geschwindigkeitsbegrenzung auf. Wer zusätzlich mehr Leistung möchte, braucht ein Software-Tuning mit dem M-JET FLASHER. Beim 350er ist dafür einmalig ein ECU-Unlock nötig. Das Steuergerät kannst du an unseren Standort in Deutschland oder in Florida schicken, alternativ gibt es bei uns ein bereits freigeschaltetes Ersatz-Steuergerät.
Verantwortung auf dem Wasser
Mehr Topspeed heißt auch mehr Verantwortung. Halte dich an die Regeln und Geschwindigkeitsvorgaben deines Reviers und fahr nur dort schnell, wo es erlaubt und sicher ist.