Beide verfolgen dasselbe Ziel: Die werkseitige Geschwindigkeitsbegrenzung deines Sea-Doo soll weg. Der Weg dorthin ist aber so verschieden, dass er im Alltag einen echten Unterschied macht. Gerade beim neuen 350er mit dem Rotax 1630 ACE 350 lohnt der genaue Blick, denn hier gelten andere Voraussetzungen als bei den älteren 300ern.
So arbeitet ein klassisches SCOM
Ein SCOM, ausgeschrieben Speed Control Override Module, hängt zwischen GPS und Steuergerät. Es gibt ein verändertes Geschwindigkeitssignal weiter, damit das Steuergerät die Begrenzung nicht auslöst. Das funktioniert nur, solange das Modul angeschlossen ist. Es wird also fest verkabelt und bleibt im Boot. Warum das so sein muss, erklären wir ausführlich in unserem Beitrag dazu, was ein SCOM wirklich macht.
So arbeitet der M-JET Speed Limit Remover
Der M-JET Speed Limit Remover wird nur für den Moment der Freischaltung an den Diagnosestecker gesteckt. In der M-JET SLI App hebst du die Begrenzung auf, danach ziehst du das Gerät ab. Es bleibt kein Zusatzteil im Boot und kein Eingriff in die Verkabelung.
Die Unterschiede auf einen Blick
- Einbau: Ein SCOM wird fest verkabelt. Der Speed Limit Remover wird nur kurz am Diagnosestecker eingesteckt.
- Im Boot: Das SCOM fährt jede Tour mit. Beim Speed Limit Remover bleibt nach der Freischaltung nichts zurück.
- Rückgängig machen: Beim SCOM heißt das ausbauen. Beim Speed Limit Remover stellst du die Begrenzung in der App wieder her und kannst sie später erneut aufheben.
- Steuergerät: Beim Speed Limit Remover bleibt es im Boot. Es ist weder ein ECU-Unlock noch ein Einschicken nötig.
- Leistung: Beide ändern die Leistung nicht. Sie heben nur die Geschwindigkeitsbegrenzung auf.
Was beim 350er anders ist
Bei den 260- und 300-PS-Modellen waren Steck-SCOMs verbreitet. Mit der 1630-ACE-Generation, also ab dem 325er von 2024 und jetzt beim 350er, hat sich die Elektronik geändert. Aus den USA wird berichtet, dass die bekannten Steckmodule hier nicht mehr funktionieren und der Umweg meist über das Einschicken des Steuergeräts führt. Der Speed Limit Remover braucht beides nicht: kein Dauermodul und kein Einschicken.
Unterstützt werden alle 350er des Modelljahrs 2027: RXP-X 350, RXP-X Senna 350, RXT-X 350 und GTX Limited 350. Mehr zu diesen Modellen findest du in unserem Hauptbeitrag zum Sea-Doo 350 SCOM.
Für wen passt was
Wenn du die Begrenzung aufheben willst, ohne etwas dauerhaft ins Boot zu bauen, ist der Speed Limit Remover der direkte Weg. Er eignet sich auch, wenn du die Begrenzung vor einem Verkauf oder Werkstatttermin wiederherstellen möchtest, denn das geht per App in wenigen Minuten.
Wer neben dem Topspeed mehr Leistung will, braucht dagegen ein Tuning. Das ist ein eigener Schritt mit dem M-JET FLASHER und beim 350er mit einem einmaligen ECU-Unlock.
Hinweis zur Nutzung
Ganz gleich, welchen Weg du wählst: Halte dich an die Regeln deines Reviers und fahr nur dort schnell, wo es erlaubt und sicher ist. Eine Übersicht aller unterstützten Modelle aus den USA und Kanada findest du in unserer Modellübersicht.