Die FX HO und die Cruiser HO mit dem 1812-cm³-Vierzylinder (2008 bis 2014) zeigen bei einem Problem eine Motorwarnung und eine Nummer im Display. Mit der Nummer allein weiß man noch nichts, und die Foren machen es nicht leichter, weil dort oft andere Zahlen kursieren. Hier die Codes, die bei dieser Generation (Generation B im Steuergerät) am häufigsten eine Rolle spielen. Die Liste ist bewusst keine vollständige Tabelle, sondern die Auswahl, die dir im Alltag begegnet.
Die Codes im Überblick
- 13: Impulsgeber (Pulser Coil). Ohne dessen Signal kennt das Steuergerät die Kurbelwellenstellung nicht.
- 15: Motortemperatursensor.
- 17: Klopfsensor, den es nur bei den 1.8- und 1.9-Liter-Modellen gibt.
- 19: Batteriespannung.
- 23: Ansauglufttemperatur.
- 24: Nockenwellensensor.
- 29: Ansaugdrucksensor.
- 47: Neigungsschalter.
- 51: Gashebel-Leerlaufschalter, erst ab etwa 2012.
- 55: Lenksensor.
- 65: Abgaskrümmer-Wassertemperatur.
- 68: No-Wake- und Cruise-Schalter.
- 78: Rückwärtsschalter.
Dazu kommen die Bereiche der Drosselklappe: 112 bis 145 für den Antrieb, 124 bis 128 für den Drosselklappensensor TPS und 131 bis 135 für den Gashebelsensor APS.
Warum Foren andere Nummern nennen
Die Zahlen oben stammen aus der Diagnose-Datenbank der Steuergeräte. Was im Display erscheint und was in einem Forenbeitrag steht, kann davon abweichen. Ein Beispiel: Für den Drosselklappensensor einer FX HO wird in einem Forum eine Nummer genannt, die in der Datenbank anders vergeben ist. Ältere Yamaha wie die FX140 und FX1100 arbeiten mit einer ganz anderen Nummerierung, in der dieselbe Zahl etwas anderes bedeutet. Wer im Forum nach „Code 24“ sucht, kann bei einem Boot aus der falschen Generation landen.
Im Zweifel zählt die Beschreibung im Klartext. M-JET Diagnostic erkennt das Modell selbst und zeigt die Fehlercodes mit Beschreibung, möglicher Ursache und Prüfschritten. Es unterstützt die FX HO und Cruiser HO von 2008 bis 2014 ebenso wie die späteren Modelle. Wie das Auslesen funktioniert, steht unter Fehlercodes selbst auslesen.
Wo man genauer hinsehen sollte
Bei 65 meldet nicht der Motorsensor, sondern der Abgaskrümmer. Die 1.8-Modelle haben nämlich drei Temperaturgeber: den Thermosensor am Abgaskrümmer, einen Thermoschalter und den Motortemperatursensor (Code 15). Meldet keiner einen Fehler und der Alarm ertönt trotzdem, wird in Foren der Thermoschalter verdächtigt. Vor jedem Tausch steht aber der Wasserweg: Fremdkörper im Einlass, Kavitation und verstopfte Kühlkanäle sieht keine App.
Bei 51 lohnt der Blick aufs Baujahr, denn den Gashebel-Leerlaufschalter gibt es erst ab etwa 2012. Ältere Boote kennen diesen Code nicht.
Bei 78 und 68 steckt oft eine Kleinigkeit dahinter, ein feuchter Stecker etwa. Den Rückwärtsschalter gibt es nur bei Booten vor dem RiDE-System, danach übernimmt ein anderes Bauteil.
Ein Beispiel mit Code 29
Kommt der Ansaugdrucksensor ins Spiel, hilft ein einfacher Plausibilitätstest. Bei eingeschalteter Zündung und stehendem Motor sollte der Ansaugdruck ungefähr dem Luftdruck entsprechen. Weichen beide deutlich voneinander ab, stimmt etwas mit Sensor oder Stecker nicht. Dafür musst du das Boot nicht einmal starten, und es dauert eine Minute.
Was ein Code nicht sagt
Ein Code nennt den Stromkreis, in dem etwas nicht stimmt, nicht das Bauteil, das kaputt ist. Eine Meldung beim Temperatursensor kann am Sensor liegen, am Stecker, am Kabel oder an echter Hitze. Deshalb gehört zum Auslesen immer der Livewert. Erst wenn der Wert unplausibel ist oder springt, ist der Sensor wirklich schuld. Löschen solltest du den Speicher erst, wenn du dir die Nummer notiert hast. Kommt sie nach einer kurzen Probefahrt wieder, ist der Fehler aktuell. Bleibt sie weg, war er sporadisch, etwa durch Feuchtigkeit im Stecker.