Das M-JET Diagnostic läuft mit 37 Yamaha-Modellen. Die Zahl sagt dir wenig, solange du nicht weißt, wo dein Jet einsortiert ist. Deshalb hier die Liste nach Serie, Baujahr und Motor. Allen gemeinsam ist: Es sind Viertakter, und die App erkennt das Modell selbst. Du wählst nichts aus, du steckst den Dongle an und verbindest per Bluetooth.
Die Serien im Überblick
- FX140 und FX1000 (2002 bis 2005), FX1000(A), FX1100 und FX HO MR-1 (2003 bis 2008): Vierzylinder mit 998 oder 1052 cm³ und frühem Steuergerät.
- GP1300R (2003 bis 2008): Dreizylinder mit 1298 cm³.
- VX110 und VX1100 in den Ausführungen Sport, Deluxe und Cruiser (2005 bis 2015): 1052 cm³, elektronische Drosselklappe.
- VXR und VXS (2011 bis 2014) sowie FX HO und Cruiser HO (2008 bis 2014): 1812 cm³ ohne Lader.
- FZR und FZS (2009 bis 2016) sowie FX SHO, FX SVHO und Cruiser SVHO (2012 bis 2023): 1812 cm³ mit Lader.
- GP1800 und GP1800R, als HO und als SVHO (ab 2017).
- VX, VX Deluxe, VX Cruiser und VX Limited (ab 2015/16), die EX-Reihe (ab 2017), der SuperJet (ab 2021) und der JetBlaster (ab 2022): alle mit dem 1049-cm³-Dreizylinder TR-1.
- FX HO, GP HO und VX Cruiser HO mit 1,9 Liter (ab 2024), ebenfalls ohne Lader.
Was von der Generation abhängt
Die ältesten Modelle (FX140, FX1000, FX1100 und der GP1300R) haben ein früheres Steuergerät mit anderen Codenummern und, je nach Modell, nur etwa 8 bis 12 Codes. Eine elektronische Drosselklappe haben die FX nicht. Dafür gibt es Eigenheiten, die später verschwinden: den Bypassventil-Motor bei FX1000(A) und FX1100, den Schrittmotor und den YPVS-Eintrag beim GP1300R. Ab dem VX1100 (2005) gilt die neuere Codelogik mit Drosselklappen-Antrieb, TPS und APS.
Einen Klopfsensor haben nur die 1,8- und 1,9-Liter-Modelle, die MR-1- und TR-1-Motoren haben keinen. Das RiDE-Schaltsystem gibt es ab etwa 2015, aber nicht an jedem Modell. Laut Yamaha ist es zum Beispiel beim VX Cruiser, bei einigen EX-Ausstattungen und beim JetBlaster in PRO und DLX verbaut. Das SCU-Initiallernen taucht in der App nur auf, wenn das Fahrzeug RiDE hat.
Was die App je Modell zeigt
Die App bietet nur Funktionen, die das Fahrzeug tatsächlich hat. Den Schrittmotor gibt es also nur am GP1300R, den YPVS-Eintrag auch nur dort. Ölwechsel-Intervall und Wartungs- oder Spülwarnung lassen sich nur bei Modellen zurücksetzen, die diese Funktion selbst bieten. Bei den Betriebsstunden gibt es sechs Drehzahlbereiche bis 12000 U/min, beim GP1300R vier Bereiche bis 8000. Die Live-Daten umfassen bis zu 34 Messwerte je Modell, bei einigen Modellen auch O2-Sonden.
Die Zahl der testbaren Komponenten hängt vom Zylinderbild ab. Ein Dreizylinder hat drei Spulen, drei Düsen und die Pumpe, also sieben Komponenten, beim Vierzylinder sind es neun.
So ordnest du deinen Jet ein
Nimm Modellname, Baujahr und Motorgröße zusammen. Der Name allein führt in die Irre: Einen FX HO gab es mit dem 1052-cm³-MR-1 (2003 bis 2008), mit dem 1812-cm³-Motor (2008 bis 2014) und wieder ab 2024 mit 1898 cm³. Das sind drei verschiedene Steuergeräte-Welten mit eigenen Codes. Ein Dreizylinder mit 1049 cm³ ist immer ein TR-1, ein Vierzylinder mit 998 oder 1052 cm³ ein MR-1, ein 1298-cm³-Motor immer der GP1300R. Die Fahrzeugdaten, also Modell, Motor-Seriennummer, SCC-Code, ECM-Teilenummer und Software-Stand, liest die App anschließend selbst aus.
Wenn dein Jet nicht dabei ist
Alles, was kein Viertakter ist, fällt raus. Und was mechanisch ist, sieht auch die beste Diagnose nicht: Impeller, Steuerkette, Lader, Kompression. Passt dein Modell nach Baujahr und Motor in eine der Zeilen oben, wird es in aller Regel erkannt. Die genaue Zuordnung zeigt dir die Seite Diagnose nach Modell. Wie das Zusammenspiel von Dongle und Smartphone abläuft, beschreibt WaveRunner-Diagnose per App.