Yamaha Außenborder Live-Daten und Motordaten per App
Ein F115, der nach einer halben Stunde Fahrt plötzlich die Drehzahl zurücknimmt, sagt dir nicht, warum. Die Antwort steckt oft in den Werten, die das Steuergerät in genau diesem Moment misst. Mit M-JET DIAGNOSTIC siehst du diese Live-Daten auf dem Handy, während der Motor läuft, im Hafen oder auf dem Wasser.
Welche Werte du siehst
- Drehzahl, Zündzeitpunkt und Einspritzzeit
- Ansaugdruck, Luftdruck und Ansauglufttemperatur
- Kühlwassertemperatur oder Motortemperatur, je nach Motor auch Kühlwasserdruck und Thermoschalter
- Öldruck in kPa oder psi bei vielen Motoren ab der Klasse F115
- Batteriespannung, bei großen Motoren auch die Spannung der Zubehörbatterie
- Drosselklappenwinkel und TPS-Spannung, bei elektronischer Gassteuerung auch Fahrhebelsensoren APS und Schaltsensoren SPS
- Kraftstoffdurchfluss in l/h, Geschwindigkeit und Trimmstellung in Prozent
- Schalterzustände wie Notausschalter, Schaltposition, Hauptrelais und Kraftstoffpumpenrelais
Zwischen 14 und 65 Werte, je nach Steuergerät
Wie viele Werte du siehst, hängt vom Steuergerät ab. Ein Motor der Klasse F20 bis F100 liefert 18 bis 30 Werte, ein V8 aus der Klasse F275 bis F450 bis zu 65. Die HPDI-Zweitakter der Z-Serie zeigen 34 Werte, darunter Kraftstoffdruck in MPa, die Spannung der Lambdasonde, den Zündstatus jedes einzelnen Zylinders und die Ölstandsschalter. Motoren mit Nockenwellenverstellung zeigen den Winkel der Einlassnockenwelle, V-Motoren getrennt für beide Zylinderbänke. Temperaturen, Drücke und Geschwindigkeit gibt es metrisch und in US-Einheiten.
So liest du die Werte richtig
Eine einzelne Zahl sagt wenig, der Verlauf sagt viel. Steigt die Motortemperatur unter Last, während der Kühlwasserdruck fällt, schaust du zuerst auf Ansaugsieb und Impeller. Bleibt die Temperatur dagegen dauerhaft niedrig, kann ein offen hängendes Thermostat dahinterstecken. Bricht die Batteriespannung beim Starten tief ein, ist eher Batterie oder Kabel das Thema als der Anlasser. Bei Motoren mit Nockenwellenverstellung sollte der Einlassnockenwinkel im Leerlauf in Neutral bei 10 Grad oder weniger liegen. Ein deutlich höherer Wert lenkt den Blick auf das OCV und sein Sieb. Die TPS-Spannung sollte beim langsamen Öffnen der Drosselklappe gleichmäßig steigen, ohne Sprünge. Und der Kraftstoffdurchfluss hilft beim Vergleich mit früheren Fahrten: Braucht der Motor bei gleicher Drehzahl und Beladung plötzlich deutlich mehr, stimmt etwas an Motor, Propeller oder Rumpf nicht.
Was Live-Daten nicht zeigen
Live-Daten sind Sensordaten. Das Steuergerät weiß nicht, wie der Impeller aussieht, ob Wasser im Getriebe steht oder ob die Kompression stimmt. Ein schwacher Impeller zeigt sich bestenfalls indirekt über den Kühlwasserdruck, und das nur bei Motoren, die ihn messen. Für Messungen während der Fahrt nimmst du am besten eine zweite Person mit, damit einer steuert und einer auf das Handy schaut.
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Alles läuft per App über Bluetooth, für Yamaha-Außenborder der Steuergeräte-Generationen ab 2003. Mehr dazu beim M-JET DIAGNOSTIC für Yamaha WaveRunner & Außenborder.
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