M-JET DIAGNOSTIC · YAMAHA AUSSENBORDER

Yamaha Außenborder überhitzt: Kühlwasserdruck, Motortemperatur und Thermoschalter prüfen

Nach zehn Minuten Fahrt piept der Summer, die Drehzahl wird begrenzt, und der Kontrollstrahl spuckt nur noch. Überhitzung ist beim Außenborder einer der häufigsten Alarme und meistens echt. Manchmal ist es aber ein Sensor, der falsch meldet. M-JET DIAGNOSTIC zeigt dir Temperatur, Thermoschalter und, wenn verbaut, den Kühlwasserdruck live, damit du beides auseinanderhalten kannst.

Welche Werte die App je nach Motor zeigt

  • Kühlwassertemperatur bei den kleineren und älteren Steuergeräten sowie bei der HPDI Z-Serie
  • Motortemperatur bei neueren Steuergeräten ab der F115-Klasse
  • Kühlwassertemperatur getrennt für Backbord und Steuerbord bei manchen F300, F350 und XTO
  • Kühlwasserdruck in kPa, wenn ein Sensor verbaut ist
  • Zustand des Thermoschalters, der bei zu hoher Temperatur schaltet

Echte Überhitzung erkennen

Steigt die Temperatur in den Live-Daten langsam und gleichmäßig über das Normale, während der Kühlwasserdruck mit der Drehzahl nicht mitgeht, ist das Kühlsystem das Problem. Ein Impeller, der Lamellen verloren hat, baut im Leerlauf noch genug Druck auf, bei höherer Drehzahl aber nicht mehr. Bei zwei Motoren am Heck hilft der Vergleich: Gleiche Drehzahl, deutlich unterschiedliche Temperatur oder unterschiedlicher Druck, dann weißt du, welcher Motor gemeint ist. Beim Doppel-Thermosensor großer V-Motoren siehst du sogar, ob eine Bank wärmer wird als die andere.

Wenn der Sensor lügt

Springt die Temperatur von einem Moment auf den anderen auf einen unmöglichen Wert, oder zeigt der kalte Motor schon Hitze, ist der Sensor oder seine Leitung verdächtig. Das Steuergerät legt dann einen Eintrag ab, etwa Thermosensor oder Motortemperatursensor außerhalb der Spezifikation, oder Thermoschalter mit unregelmäßigem Signal. Die Prüfschritte: Wert in den Live-Daten mit der tatsächlichen Temperatur vergleichen, Stecker und Leitung auf Korrosion ansehen, Widerstand des Sensors messen, beim Thermoschalter den Durchgang. Bei den großen Motoren gibt es zusätzlich einen Eintrag für den Wasserdrucksensor. Hier wird die Ausgangsspannung geprüft.

Der umgekehrte Fall

Kommt der Motor gar nicht auf Temperatur, meldet das Steuergerät eine Überkühlung. Die Prüfung richtet sich dann auf das Thermostat und das Kühlsystem. Ein hängendes Thermostat ist im Salzwasser keine Seltenheit, weil sich Ablagerungen festsetzen. Ein zu kalter Motor läuft im Leerlauf oft unrund und verbraucht mehr.

Mechanisch zuerst prüfen

Wassereinlässe am Getriebe auf Muscheln, Bewuchs oder Plastiktüten kontrollieren. Den Kontrollstrahl freistechen, er verstopft gern. Den Impeller tauschen, wenn er älter als zwei, drei Saisons ist oder trocken gelaufen sein könnte. Thermostat und Kühlkanäle nach Salzwasserbetrieb spülen. Keiner dieser Punkte steht im Fehlerspeicher. Meine Reihenfolge: Kontrollstrahl und Einlässe ansehen, Fehlerspeicher lesen, Temperatur und Druck auf einer Fahrt beobachten, dann Impeller.

Weiterlesen

Alles läuft per App über Bluetooth, für Yamaha-Außenborder der Steuergeräte-Generationen ab 2003. Mehr dazu beim M-JET DIAGNOSTIC für Yamaha WaveRunner & Außenborder.

Du fährst auch einen Yamaha WaveRunner? Dasselbe M-JET DIAGNOSTIC deckt 37 WaveRunner-Modelle ab.

Zur WaveRunner-Diagnose ›