M-JET DIAGNOSTIC · YAMAHA AUSSENBORDER

Batteriespannung und Ladesystem am Yamaha Außenborder prüfen

Der Anlasser dreht zäh, im Fehlerspeicher steht „Batteriespannung unter dem Sollwert“, und daneben tauchen Einträge auf, die mit der Batterie scheinbar nichts zu tun haben. Das ist ein häufiges Bild, denn bei zu wenig Spannung melden Sensoren, Drosselklappe und Schaltung gern Unsinn. M-JET DIAGNOSTIC zeigt dir die Spannung, die beim Steuergerät ankommt, und zwar bei allen unterstützten Leistungsklassen vom F20 bis zur HPDI Z-Serie.

Drei Messpunkte, die viel verraten

  • Zündung an, Motor aus: Eine volle 12-Volt-Batterie liegt in Ruhe bei etwa 12,6 bis 12,8 Volt.
  • Beim Startversuch: Bricht die Spannung tief ein, sind Batterie, Polklemmen oder Massekabel verdächtig.
  • Leerlauf und etwas Gas: Jetzt sollte die Spannung über dem Ruhewert liegen. Bleibt sie gleich oder fällt sie, lädt der Motor nicht.

Was du ohne Werkzeugkoffer prüfst

Fang an den Polklemmen an. Salz und Grünspan zwischen Klemme und Pol sind die häufigste Ursache, und sie sieht man oft erst, wenn die Klemme ab ist. Danach das Massekabel am Motorblock und die Verbindung am Hauptschalter. Die Prüfschritte zum Spannungseintrag sind kurz: Spannung in den Live-Daten ansehen, Verbindung zwischen Kabel und Batteriepol prüfen, dann die Ausgangsspitzenspannung des Ladesystems messen. Bei der HPDI Z-Serie nennt die Prüfanweisung ausdrücklich mindestens 12 Volt an der Batterie. Ein Tipp aus der Praxis: Miss einmal direkt an den Batteriepolen mit dem Multimeter und vergleiche mit dem Wert in der App. Ist der Unterschied groß, geht unterwegs Spannung an Klemmen, Hauptschalter oder Leitung verloren.

Wenn der Motor nicht lädt

Bleibt die Spannung bei laufendem Motor auf Batterieniveau, kommen Ladespule und Gleichrichter-Regler in Frage. Die Spitzenspannung der Ladespule misst man mit einem Multimeter und Spitzenspannungsadapter, das zeigt die App nicht. Bei den großen Motoren von F275 bis F450 gibt es je nach Steuergerät einen eigenen Eintrag „Generatorsystem ohne Signal“. Dann prüfst du die Leitung zwischen Steuergerät und Gleichrichter-Regler, die Leitung zum Kurbelwellensensor und dessen Versorgungsspannung. Bei F175 bis F450 zeigt die App je nach Steuergerät zusätzlich die Spannung der Zusatzbatterie an.

Sicherungen und Relais nicht vergessen

Einige Einträge im Fehlerspeicher betreffen nicht die Batterie selbst, sondern die Versorgung dahinter. Dazu gehören die Spannungsversorgung über das Hauptrelais und die des Startrelais, jeweils mit dem Hinweis, zuerst die zugehörige Sicherung und dann die Leitung zu prüfen. Bei F275 bis F450 kommt je nach Steuergerät eine Kommunikationsstörung zum Sicherungskasten hinzu. Wenn mehrere Fehler gleichzeitig auftauchen, lade die Batterie, beseitige Korrosion, lösche den Speicher und schau, was nach dem nächsten Lauf wiederkommt. Meist bleibt dann nur der echte Fehler übrig.

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Alles läuft per App über Bluetooth, für Yamaha-Außenborder der Steuergeräte-Generationen ab 2003. Mehr dazu beim M-JET DIAGNOSTIC für Yamaha WaveRunner & Außenborder.

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