M-JET DIAGNOSTIC · YAMAHA AUSSENBORDER

Yamaha F175, F200, F225 und F250 Diagnose: Reihenmotor und V6 per App

Zwischen 175 und 250 PS stecken zwei Bauarten: der Reihenvierzylinder und der V6. Für die Diagnose ist das ein echter Unterschied, denn der V6 hat zwei Zylinderbänke, und bei Steuergeräten mit Nockenwellenverstellung werden beide getrennt überwacht. M-JET DIAGNOSTIC liest diese Motoren am Diagnoseanschluss aus und zeigt in der App auf iOS oder Android, was das jeweilige Steuergerät liefert.

Breite Modellpalette, 18 Steuergeräte-Varianten

Hinterlegt sind F175 von A bis G, F200 in vielen Ausführungen von A bis T, F225 von A bis L, F235A und F250 von A bis S, jeweils auch die gegenläufigen FL-Modelle. Dahinter stehen 18 Steuergeräte-Varianten. Je nach Variante sind es 22 bis 57 Live-Werte, 12 bis 81 Fehlerarten und 9 bis 16 Aktortests. Leerlauf anlernen bieten alle 18. Ein F200 kann also sehr unterschiedlich aussehen, je nachdem, aus welcher Steuergeräte-Generation er stammt. Gemeint ist das Einführungsjahr der Plattform, das Baujahr kann später liegen.

Nockenwellenverstellung pro Bank

Bei den V6 mit Nockenwellenverstellung zeigt die App den Ansaugnockenwinkel getrennt für Steuerbord (S) und Backbord (P). Passend dazu gibt es zwei Ölsteuerventile, OCV (S) und OCV (P), die du im Stand einzeln ansteuern kannst. Meldet das Steuergerät eine unregelmäßige Nockenwellenverstellung auf einer Bank, sind die Prüfschritte klar: OCV im Stand testen, mit Schalthebel in Neutral prüfen, ob der Ansaugnockenwinkel bei höchstens 10 Grad liegt, und das OCV-Sieb kontrollieren. Das Sieb sitzt im Ölkreislauf, verschleppte Ölwechsel setzen ihm zu.

Live-Daten, die du bei diesen Motoren siehst

  • Drehzahl, Ansaugdruck, Luftdruck, Zündzeitpunkt, Einspritzzeit
  • Motortemperatur, Ansauglufttemperatur, Öldruck in kPa, Thermoschalter
  • Kühlwasserdruck und Geschwindigkeit, wenn verbaut
  • ETV mit TPS1, TPS2 und ETV-Relais sowie Gashebelsensoren APS1 und APS2
  • digitale Schaltung mit SPS1, SPS2, Schaltanforderung, Neutralerkennung und Schaltaktor-Relais
  • Spannung der Starterbatterie und bei manchen Motoren der Zusatzbatterie
  • Trimmsensor, Trimmrelais, Starterrelais, Wegfahrsperre

Bis zu sechs Zylinder einzeln testen

Die Aktortests umfassen elektrische Kraftstoffpumpe, Niederdruckpumpe, je nach Motor das ISC-Ventil sowie Zündspulen und Einspritzdüsen. Beim Reihenvierzylinder geht das für Zylinder 1 bis 4, beim V6 für 1 bis 6. Manche Steuergeräte steuern paarweise an, also 1 und 4, 2 und 5, 3 und 6. Zum Fehlerspeicher dieser Klasse gehören neben den bekannten Sensoren auch Nockenwellensensoren pro Bank, Öldrucksensor, Schaltunterbrechung, Thermoschalter, Trimmsensor und die lange Liste der ETV-, APS- und SPS-Einträge der elektronischen Fernbedienung.

Wo die Elektronik aufhört

Ein Wasserpumpen-Impeller, der Lamellen verloren hat, zeigt sich höchstens indirekt über Temperatur oder Kühlwasserdruck. Korrodierte Thermostate, verstopfte Kühlkanäle nach Salzwasserbetrieb und Getriebeschäden sieht kein Steuergerät. Bei einem V6 mit Leistungsverlust würde ich zuerst den Fehlerspeicher lesen, dann beide Nockenwinkel im Leerlauf vergleichen und erst dann an Mechanik denken.

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Alles läuft per App über Bluetooth, für Yamaha-Außenborder der Steuergeräte-Generationen ab 2003. Mehr dazu beim M-JET DIAGNOSTIC für Yamaha WaveRunner & Außenborder.

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